
Wortwiederholungen vermeiden ist ein zentrales Thema in wissenschaftlichen Arbeiten. Texte können sehr stark leiden, wenn sich Wörter häufig wiederholen. Doch eine Wortwiederholung zu vermeiden, verlangt etwas Übung. Gleichzeitig kann auch eine bewusst eingesetzte Wortwiederholung durchaus als Stilmittel dienen. In diesem Blog wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie Wortwiederholungen geschickt vermeiden können und damit Ihren Text für den Leser attraktiver gestalten können.
Wenn Sie in Ihrer Bachelorarbeit Wortwiederholungen verwenden, kann das im Schlimmsten Fall auch zum Nichtbestehen in der Arbeit führen.
Gerade unerfahrene Schreiber verwenden oft Wortwiederholungen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass diese oft einen ähnlichen Wortschatz in den Arbeiten verwenden und es einfacher ist, auf diesen vertrauten Wortschatz zurückzugreifen.
Es ist immer einfacher gleich bei der Formulierung am Anfang darauf zu achten, Wortwiederholungen in wissenschaftlichen Arbeiten zu vermeiden. Oftmals neigen Studierende jedoch dazu Wortwiederholungen zu machen, weil sie an einen Schreibstil gewohnt sind.
Zum Beispiel wenn die Wortkombination „Social Media Marketing“ oft im Text vorkommt, dann sollte diese von Beginn an mit „SMM“ abgekürzt werden. Geschieht dies nicht und taucht teilweise die Abkürzung und teilweise die ausgeschriebene Form auf, dann ist der Text nicht mehr einheitlich. Muss man dies im Nachhinein ändern, ist dies aufwändig. Denn die Überarbeitung einer Arbeit und die Tilgung von Wortwiederholungen ist immer schwer und verlangt viel Zeit. Um den roten Faden der Arbeit beizubehalten, muss oft nahezu jeder Satz angefasst werden.
Dabei haben viele Studierende Schwierigkeiten diese Wortwiederholungen einheitlich zu gestalten, da sehr oft bzw. das Thema erwähnt werden muss, nach einer Zeit verlieren viele den Überblick
Wortwiederholungen in Abschlussarbeiten müssen unbedingt vermieden werden – es sei denn, Sie setzen das Stilmittel Wortwiederholung bewusst und gezielt ein. Warum ist dies so? Texte mit Wortwiederholungen
Zunächst gilt jedoch die einfache Regel: So viel wie als Stilmittel nötig oder fachlich erforderlich, aber so wenig wie möglich.
Als weitere Regel gilt: Gestalten Sie Ihre Texte abwechslungsreich, bedenken Sie aber dennoch immer: Sie schreiben eine wissenschaftliche Arbeit, was bedeutet, dass Sie so präzise und sachlich wie möglich und natürlich fachlich korrekt formulieren müssen.
In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen wie Sie am Besten Wortwiederholungen vermeiden können.
Für fast alle Wörter gibt es im Deutschen sinnvolle Synonyme. Um diese zu finden können Sie entweder die Synonymdatenbank in WORD nutzen, in dem Sie mit der RECHTEN MAUSTASTE auf das betroffeneWort klicken und dann auf SYNONYM SUCHEN gehen. Weitere gute Synonymdatenbanken finden Sie hier und hier.
Tipp: Mit dem Duden Mentor können Sie direkt eine Erweiterung in WORD, Google Chrome, Firefox und Edge installieren und sich so noch schneller Synonyme anzeigen lassen.
Auch wenn Sie hier auf den ersten Blick vielleicht kein Synonym erkennen, liest sich der Text trotzdem „holprig“ und ist eine Wortwiederholung. Markiert man die relevanten Textstellen wird schnell deutlich, warum:
Falsch: Bei uns wächst die Überzeugung, dass der Textinhalt keine Überraschung ist und wir erkennen, dass wir uns im Textverständnis überschätzt haben.
Warum falsch? Bei uns wächst die Überzeugung, dass der Textinhalt keine Überraschung ist und wir erkennen, dass wir uns im Textverständnis überschätzt haben.
Wie lautet der Text richtig? Wir konnten erkennen, dass der Textinhalt keine Überraschung war und uns gleichzeitig Probleme beim Textverständnis bereitete. Umso wichtiger ist es daher, rechtzeitig zu erkennen, dass wir an unsere Grenzen kommen.
Schreiben Sie z.B. nicht: „Wir haben im Rahmen unserer Studien qualitative Analysen, quantitative Analysen und Mixed-Methods-Analysen durchgeführt.“ Besser lautet die Formulierung wie folgt: „Wir haben im Rahmen unserer Studien qualitative, quantitative sowie gemischte Verfahren angewendet.“
Eine zu optimierende Formulierung ist: „Die Forschung konnte aufzeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen den Variablen X und Y gibt. Die Forschung kann daher in ihren Ergebnissen zufriedenstellen.“ Besser ist es zu schreiben: „Die Forschung konnte aufzeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen den Variablen X und Y gibt. Sie ist damit als zufriedenstellend im Hinblick auf die Ergebnisse zu bezeichnen.“
Abkürzungen machen einen Text oft leichter lesbar. Tipp: Abkürzungen müssen bei der ersten Nennung immer einmal erläutert werden und dann in das Abkürzungsverzeichnis aufgenommen werden. Dann können – und dürfen – im weiteren Textverlauf die Abkürzungen verwendet werden. Beispiel für eine richtige Verwendung: „Die untersuchten Ausstattungen der Lastkraftwägen (LKWs) sind stellvertretend für die Motorisierung dieser zu verstehen. Jeder LKW zeigt in der Untersuchung verschiedene Einsatzschwerpunkte.“
Auch Zusammenfassungen können nützlich sein, um Wortwiederholungen zu vermeiden. Schreiben Sie also z.B. nicht wie im bereits erwähnten Beispiel „Die Firma macht einen großen Umsatz. Die Firma ist erfolgreich.“ Besser ist: „Das Unternehmen macht einen großen Umsatz, was als Erfolg bezeichnet werden kann.“´
Wenn Sie sich die Arbeit selbst laut vorlesen, werden Sie noch besser Wortwiederholungen erkennen, als wenn Sie leise lesen.
Tipp: Nutzen Sie in diesem Fall auch die Vorlesefunktion von WORD. Diese Funktion existiert in Office 365 und WORD 2019. Gehen Sie hierzu auf die Registerkarte ÜBERPRÜFEN und klicken Sie dann auf LAUT VORLESEN. Bei der Wiedergabe können Sie über einen Schieberegler die Geschwindigkeit verändern und an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. Mittlerweile zeigt die Vorlesefunktion von WORD eine sehr gute Sprachqualität und ist gut nutzbar. Sie können die Funktion auch in die Symbolleiste übernehmen. Dann haben Sie noch schneller darauf Zugriff ist. Wie geht das? Schauen Sie hier.
Ein professionelles Lektorat oder Korrektorat ist gerade bei größeren wissenschaftlichen Arbeiten immer zu empfehlen. Dabei gilt: Je länger der Text, desto eher sollte ein Lektorat vorgenommen werden, da hier schnelle der „rote Faden“ der Arbeit verloren gehen kann. Im Lektorat wird Rechtschreibung, Zeichensetzung, Ausdruck und Grammatik korrigiert. Ebenfalls wird die Formatierung des Textes an die Formatvorschriften angepasst und die inhaltliche Struktur („der rote Faden“), der Lese- und Textfluss sowie der Stil – also eben auch Wortwiederholungen – werden korrigiert. Das Korrektorat hingegen fokussiert sich nur auf Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik. Dieses Video erklärt ausführlich den Unterschied zwischen Lektorat und Korrektorat – schauen Sie gerne rein!
Beachten Sie dabei, dass nicht alle Lektorate die Prüfung von Wortwiederholungen beinhalten und somit unentdeckte Wortwiederholungen vermeiden können, die zum Nichtbestehen führen. Vergleichen Sie daher die Lekoratsangebote, die Ihnen vorliegen genau. Dabei ist der Preis für ein Lektorat schon ein guter Hinweis für die Qualität. Während ein gutes Korrektorat schon ab 3,50 Euro pro Seite erhältlich ist, fängt ein gutes Lektorat ab 7,50 Euro an. Fragen Sie auch aktiv beim Lektorat bzw. Korrektorat nach einer Plagiatsprüfung. Es bietet sich an, diese im Zuge einer Korrektur ebenfalls durchzuführen.
Benötigen Sie Hilfe bei der Korrektur oder im Lektorat sowie auch beim Umschreiben von Texten zur Vermeidung von Wortwiederholungen stehen Ihnen unsere Ghostwriter gerne zur Verfügung. Sie kennen alle Synonyme, Pronomen und Stilmittel und können einen Text auch im Nachhinein nach Wortwiederholungen überprüfen und den Text richtig umschreiben. Im Vergleich zu Onlineprogrammen bieten wissenschaftlichen Ghostwriter dabei wesentlichen Vorteile:
Es gibt drei Formen, bei denen Wortwiederholungen als Stilmittel eingesetzt werden:
Bei der Anapher handelt es sich um eine bewusste Wiederholung eines Wortes oder eines Satzes – meist zu Beginn des Satzes – um das Thema, das im Satz behandelt wird, besonders herauszustellen.
Ein Beispiel für eine bekannte Anapher in der Literatur ist das Zitat von Friedrich Schiller: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.“ Damit wird das Bild des Mohrs in den Vordergrund der Betrachtung gestellt.
Die Anadiplose ist als Wiederholung eines letzten Satzes bzw. Wortes zu Beginn des folgenden Satzes zu verstehen. Auch hier soll wieder das im Rahmen der Anadiplose genannte Thema in den Mittelpunkt gestellt werden.
Ein Beispiel ist: „Von besonderer Bedeutung in der Untersuchung war die Frage nach der Einstellung, die Einstellung sowohl gegenüber Dritten als auch gegenüber dem Unternehmen.“
Schließlich kann die Epipher erwähnt werden. Hierunter versteht man eine einfache oder mehrfache Wiederholung von Worten am Ende von Sätzen.
Ein Beispiel ist: „Dieses Ergebnis überrascht nicht, es verwundert nicht.“
Zusammenfassend gilt: Was sind die häufigsten Wortwiederholungen?
Die häufigsten Wortwiederholungen, die auftreten sind
Wiederholungen am Satzanfang,
Wiederholungen durch die Nutzung gleicher Wortstämme und
Die Verwendung von unpräzisen Synonymen bzw. Nomen!
01. November 2021 von MICHELLE AEBI